Verbandsliga Mitte 2011/2012
Tabelle
Mannschaftsauftstellung
Termine
1. Spieltag
Nach einer Viertelstunde der dritten Spielstunde waren die ersten Ergebnisse zu vermelden. Friedhelm und Karl gaben beinahe zeitgleich auf. Friedhelm war in der Eröffnung leicht in Nachteil geraten, nach einem Fehler verlor er einen Bauern sowie das Rochaderecht. In der Folge wurden mehrere seiner Figuren gefesselt, so dass weiterer Materialverlust unvermeidlich war und er aufgab. Auch Karl war in der Eröffnung in Nachteil geraten. Sein Gegner opferte einen Bauern, um den noch unrochierten König anzugreifen. Karl verlor erst zwei Bauern zurück, ohne den Angriff abzuschwächen und verlor schließlich sogar die Dame. Eine halbe Stunde danach gewann Gerhard. Nach einer ausgeglichenen Eröffnung entstand eine Stellung mit unterschiedlichen Rochaden, so dass beide Spieler ihr Glück im Königsangriff suchten. Letztlich gewann Gerhard nach einem groben Fehler seines Gegners einen Turm und einige Züge später die Partie. Kurz nach Anbruch der vierten Spielstunde beendete Frank seine Partie siegreich. Nachdem die Eröffnung ausgeglichen verlaufen war, nahm er ein gegnerisches Bauernopfer an. In der Folge verteidigte er seinen Mehrbesitz, bis sein Gegner in Zeitnot ein fehlerhaftes Läuferopfer anbrachte, was Frank problemlos nachwies und seinen Vorteil zum Partiegewinn nutzte. Etwa vierzig Minuten später waren fast gleichzeitig die Partien von Franz und Udo beendet. Franz geriet ausgangs der Eröffnung in positionellen Nachteil, der auch noch bis in die Zeitnotphase hinein Bestand hatte. Dort stellte er dann die Qualität ein, wonach er keine Möglichkeiten mehr hatte. Letztlich endete die Partie mit einem Matt und Franz verlor. Udos Partie verlief lange ausgeglichen, bis er nach einem Übersehen seines Gegners einen Turm gewann. Diesen Vorteil ließ er sich in den folgenden Zügen nicht mehr nehmen und gewann sicher. Nach gut vier Stunden Spielzeit gab Dieter auf. Seine Partie befand sich in der Waage, als er nach einem Fehler die Qualität verlor und nicht genügend Bauern als Ersatz gewann. Sein Gegner verwertete den Vorteil daraufhin sicher. Eine knappe Viertelstunde verging, bis Tobias in etwas schlechterer Stellung das Remisgebot seines Gegners nach Rücksprache mit dem Mannschaftsführer akzeptierte. Die Partie befand sich nach der Eröffnung im Gleichgewicht, das auch im frühen Mittelspiel nicht wesentlich gestört war. Bei knapper werdender Zeit strebte Tobias den Damentausch an, was aber zu einer positionell schlechteren Stellung führte. Nach der Zeitkontrolle, die er mit nur fünf Sekunden Bedenkzeit schaffte, verzichtete sein Gegner auf den Versuch, den Vorteil zu verwerten.
2. Spieltag
Nach knapp anderthalb Stunden war das Kurzremis bei Udo, der gesundheitlich angeschlagen spielte, nach unspektakulärem Verlauf perfekt. Etwa drei Stunden Spielzeit benötigte Dieter, um seine Partie zu gewinnen. Seine Partie verlief im Großen und Ganzen ausgeglichen, bis sein Gegner ein Grundreihenmatt übersah. Wenig später endete Beatas Partie unentschieden. Sie stand nach einem gegnerischen Bauernopfer unter Druck, den ihr Gegner aber nicht zum vollen Punkt nutzte. In der vierten Spielstunde endeten fast gleichzeitig die Partien von Alois, der verlor, und von Frank, der remisierte. Bei Alois entstand nach der Eröffnung eine etwa ausgeglichene Stellung, in der er ein vielversprechendes Figurenopfer anbrachte. In der Folge fand er nicht die richtige Fortsetzung und verlor sogar noch eine Qualität zusätzlich, wonach er aufgab. Franks Partie verlief lange ausgeglichen, bis er seinem im Mittelspiel einen Mehrbauern überließ, der als Doppelbauer aber schwer zu verwerten war. Letztlich glückte Frank die erfolgreiche Verteidigung im Endspiel. Kurz nach der Zeitkontrolle nach vier Stunden unterlag Friedhelm, der im Mittelspiel eine Qualität verloren hatte. Sein Gegner strebte mit dem Mehrbesitz das Endspiel an, das er sicher gewann. Zu Beginn der sechsten und letzten Spielstunde endete die Partie von Gerhard mit einem Remis. Er kam aus der Eröffnung heraus in eine sehr gedrückte Stellung und sah sich gezwungen, zwei Bauern für etwas aktives und komplizierteres Spiel zu opfern. In der ersten Zeitnotphase hatte diese Strategie Erfolg, denn sein Gegner verlor in der Folge drei Bauern und musste seinerseits im Endspiel um ein Unentschieden kämpfen, was letztlich ohne größere Probleme gelang. In der längsten Partie des Tages verlor Tobias eine Viertelstunde vor Erreichen der Maximalspielzeit von sechs Stunden. Er erzielte nach der Eröffnung eine etwa ausgeglichene Stellung. Im nachfolgenden Mittelspiel entwickelte sich eine interessante Partie, in der sich die Waage erst in der Zeitnotphase der ersten Zeitkontrolle zu Gunsten seines Gegners neigte. Die Versuche nach der ersten Zeitkontrolle, die Stellung zu verteidigen, waren dann nicht erfolgreich und Tobias verlor im Endspiel.
3. Spieltag
Nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit wurde ausgangs der Eröffnung am Spitzenbrett der Punkt geteilt, nachdem noch nicht viel geschehen war. Etwa zwei Stunden nahm das Unentschieden von Frank in Anspruch. Die Partie verlief ausgeglichen und es wurden schnell Figuren abgetauscht, bis ein ausgeglichenes Läuferendspiel entstand und man aufs Weiterspielen verzichtete. In der dritten Spielstunde verloren dann Dieter und Beata. Dieter übersah in ausgeglichener Stellung einen taktischen Schlag gegen seine Königsstellung und wurde nach suboptimalem Spiel wenige Züge danach matt. Beata hatte einen Bauern gewonnen, musste ihrem Gegner aber etwas Gegenspiel einräumen. Letztlich stellte sie die Dame ein, wonach eine Fortsetzung der Partie sinnlos wurde. Nach etwa dreieinhalb Stunden unterlag Friedhelm. Dessen großer Zeitverbrauch in der Eröffnung führte zu einer etwa ausgeglichenen Stellung mit leichten positionellen Nachteilen für Friedhelm. In der Zeitnotphase wurde der gegnerische Freibauer zu stark, so dass nur die Aufgabe blieb. Eine Viertelstunde später gewann Udo. Die Partie verlief lange ausgeglichen, bis er einen Fehler seines Gegners zu entscheidendem Königsangriff nutzte. Fast gleichzeitig verlor Tobias, der seine zwischenzeitlich klar überlegene Stellung erst zu einer ausgeglichenen Stellung verdarb und in Zeitnot schließlich eine Springergabel übersah und entscheidend Material verlor. Nach vier Stunden Spielzeit verlor auch noch Franz, nachdem er zwischenzeitlich mannschaftsdienlich ein Remisgebot ablehnte. Im leicht unangenehmen Mittelspiel büßte er einen Bauern ein und verlor kurz danach sogar eine Leichtfigur und damit die Partie.
4. Spieltag
Nach einigen Irrungen und Wirrungen bei der Hinfahrt und dem kurzfristigen Ausfall eines Spielers startete die Mannschaft mit einem 0:1-Rückstand und etwa 25 Minuten weniger Bedenkzeit. Etwa 2¼ Stunden nach Spielbeginn war die erste Partie beendet, Frank spielte unentschieden. In seiner Partie erreichte keiner der Spieler einen signifikanten Vorteil und man einigte sich im damenlosen Mittelspiel auf ein Remis. Zu Beginn der vierten Spielstunde gewann Tobias. Nach der Eröffnung war das Gleichgewicht nicht gestört und in der Folge verpassten beide Spieler die Gelegenheit, einen Bauern zu gewinnen. Einen ungenauen Zug seines Gegners nutzte Tobias zu einem Bauernvorstoß, der ihn leicht in die Vorhand brachte. Er lehnte das baldige Remisgebot ab und gewann nach weiteren Fehlern seines Gegners entscheidend Material. In der folgenden halben Stunde verloren Alois und Dieter. Alois erspielte sich eine vielversprechende Stellung mit Mehrbauer, ließ dann aber nach einigen ungenauen Zügen Gegenspiel zu, was zu einer unklaren Stellung führte. Dort überschritt er im 39. Zug die Bedenkzeit. Dieter hatte in seiner Partie positionellen Vorteil erhalten. Er gewann nachfolgend auch einen Bauern, was seinem Gegner die Gelegenheit zu einem völlig korrekten Qualitätsopfer gab. Dieser eroberte dann insgesamt vier Bauern und brachte den Materialvorteil recht sicher ins Ziel. Unmittelbar im Anschluss an die Zeitkontrolle nach vier Stunden verlor Udo, wonach auch der Mannschaftskampf entschieden war. Er hatte im Mittelspiel ein taktisches Motiv übersehen und verlor einen Bauern. Zudem geriet er auch noch in hochgradige Zeitnot, in der er noch einen Springer einbüßte und letztlich sogar matt gesetzt wurde. Dreißig Minuten danach endete Friedhelms Partie friedlich. Er erreichte in einer ruhigen Partie eine ausgeglichene Position, bis die Zeitnotphase begann. Dort musste er eine Verschlechterung seiner Bauernstruktur hinnehmen, konnte aber in der Folge in ein Leichtfigurenendspiel abtauschen, in dem der positionelle Nachteil nicht mehr auszunutzen war. Als im Endspiel kein Durchkommen mehr möglich war, verständigten sich die Kontrahenten auf ein Unentschieden. Nach ziemlich genau fünf Stunden Spielzeit musste Beata die Segel streichen. Bei ihr entstand eine Stellung im Gleichgewicht, was sich auch nach dem Erreichen eines Doppelturmendspiels nicht änderte. Nach dem Tausch eines Turmpaares verlor sie dann einen Bauern. Die Verteidigung des Endspiels gelang ihr viele Züge gut, bis sie nach einem Fehler die Umwandlung eines gegnerischen Bauern nicht mehr stoppen konnte. Sie verzichtete auf die Prüfung, ob ihr Gegner das Mattsetzen mit einem Turm beherrscht.
5. Spieltag
6. Spieltag
Im Vergleich mit dem letzten Auswärtsspiel in Aachen erreichten die Spieler das korrekte Spiellokal zu passender Zeit. Leider fehlte, wie gegen Aufwärts Aachen, erneut ein Spieler. Daher war nach einer Stunde Spielzeit die kampflose Niederlage amtlich. Kurz vor Ablauf der dritten Spielstunde verloren kurz hintereinander Karl und Gerhard. Karls Partie war ausgeglichen verlaufen, sein Gegner wich aber der angestrebten Zugwiederholung aus und spielte weiter. Die Entscheidung fiel, nachdem Karl eine Leichtfigur eingestellt hatte. Er spielte noch etwas weiter, gab aber dann nach Damenverlust doch auf. Gerhard erreichte schnell ein komplexes Leichtfigurenendspiel mit jeweils sieben Bauern, in dem er wenig Raum und die passiveren Leichtfiguren hatte. Der Kampf um ein Remis wurde aussichtslos, als er in kurzer Folge erst einen Bauern und dann eine Leichtfigur verlor. Nach ziemlich genau drei Stunden spielten Frank und Friedhelm jeweils Unentschieden. Dabei war Franks Partie eigentlich immer im Gleichgewicht und man erreichte letztlich ein ausgeglichenes Leichtfigurenendspiel, auf dessen Weiterspielen man verzichtete. In Friedhelms Partie sorgte besonders der hohe Bedenkzeitverbrauch in der Eröffnung für Aufsehen. Spannung entstand kurz durch ein Opfer und Gegenopfer eines Bauern, wonach die Damen getauscht wurden und die Spieler sich auf ein Remis einigten. Etwa eine dreiviertel Stunde später sorgte Tobias für den ersten Vollen Punkt auf Seiten der Hitdorfer. Er nutzte in einer positionellen Partie eine Ungenauigkeit seines Gegenüber zu einem Bauerngewinn. Als dessen Zeit langsam knapper wurde, griff er den geschwächten, gegnerischen König an und profitierte davon, dass sein Gegner die besten Verteidigungszüge übersah und dem Verlust eines Turms nur durch Aufgabe entging. Die Hoffnung auf den Gewinn beider verbliebener Partien währte nur knappe zehn Minuten. Dann verlor Udo, der seinem Gegner nach ausgeglichen verlaufener Partie in Zeitnot die Gelegenheit gab, ein Schachmatt herbeizuführen. Direkt im Anschluss wurde die Simons Partie Remis gegeben. Er war mit leichtem, positionellen Nachteil aus der Eröffnung gekommen, denn einer seiner Bauern war isoliert. Dennoch gelang es seinem Gegner nicht, diesen Umstand zu nutzen, sondern wickelte in ein Endspiel mit Materialungleichgewicht ab. Dort hatte Simon einen Turm und zwei Bauern gegen zwei Leichtfiguren bei beiderseits einigen Bauern. Auf ein Ausspielen des Endspiels verzichteten die Spieler aufgrund des entschiedenen Mannschaftskampfs.